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Die Familie Sorokin nahm schon seit vielen Jahren Waisenkinder auf und gab Ihnen Heim, Liebe und Ausbildung. Bis zum Jahre 1995 waren bereits insgesamt mehr als 50 Kinder bei Ihnen aufgewachsen, zur Zeit sind es wohl 27. Diese Waisenkinder sind Kinder, die jahrelang in Krankenhäusern dahin vegetierten, Kinder, die dabei waren, als die Mutter den immer betrunkenen, gewalttätigen Vater mit der Axt erschlug und andere schaurige Lebensläufe. Sie alle werden bei Michail und Tatjana Sorokin gesunde, glückliche Kinder, die eine große Liebe zu ihren Pflegeltern verspüren. Sie alle bekommen einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung. Gemeinsam mit Gleichgesinnten, Freunden und Bekannten wurde unser Verein gegründet, der inzwischen auf über 60 Mitglieder und eine Anzahl Förderer angewachsen ist. Dazu zählt auch eine Kirchgemeinde in Hessen, deren Pfarrer von der Initiative des Vereins aus dem Rundfunk erfuhr. Ein 15 minütiger Dokumentarfilm ist entstanden und seit 1990 sind der Vorsitzende und einige andere Vereinsmitglieder mehrmals nach Rostov gefahren. Verbunden waren diese Fahrten jeweils mit Hilfslieferungen an Kleidung, Wäsche, Waschmaschinen, Fahrrädern u.v.a.m. Inzwischen wurde die Patenschaft auf das zuständige Kreiskrankenhaus erweitert, bei dem die Kinder betreut werden. Viele der Kinder haben Hasenscharten und Wolfsrachen. Sie wurden nach der Geburt aufgrund ihrer Hässlichkeit gleich im Krankenhaus gelassen. Im Kreiskrankenhaus werden sie operativ und allgemein gut betreut. Zwei vitale Chefärzte haben aus diesem russischen Krankenhaus, in die man normalerweise keinen Westeuropäer führen sollte, ein wirkliches Musterhaus gemacht.
Wenngleich es natürlich nicht an deutsche Verhältnisse herankommt, ist es doch erstaunlich, was Initiative, Lust und Liebe an Arbeit und Beruf erwirken können. Zwei Lieferungen unseres Vereins aus Beständen von aufgelösten deutschen Krankenhäusern haben nicht unwesentlich zu dem guten Ergebnis beigetragen. Durch den Tod unseres prominenten Vorsitzenden ist eine schmerzliche Lücke auch für den Verein und seine Ziele entstanden. Rolf Römer war aufgrund einer dauerhaften Erkrankung nicht mehr aktiv als Schauspieler und Regisseur tätig und hat seine gesamte Kraft auf die Förderung des Vereinszieles verwandt. Unser Verein sammelt Spenden von den Mitgliedern und Förderem sowie am Rande von Theaterveranstaltungen und Soirees, die von Annekatrin Bürger und anderen Schauspielern bestritten werden. Dieses Geld bringen wir Tatjana und Michail Sorokin, die es sparsam verwalten und einzig den Kindern zugute kommen lassen. Die Patenschaft über die Kinder der Familie Sorokin soll und wird sich zukünftig auf finanzielle Hilfe und damit auf die Sicherheit der Familie begrenzen, in Deutschland zuverlässige Freunde und Förderer ihrer Kinder zu haben. Die "Familie" Sorokin lebt nicht in Wohlstand, aber auskömmlich, nicht ohne Probleme, aber mit einer Liebe, die eine elterliche Liebe zu ersetzen imstande ist. Mit einem Glauben an die Welt und einem an die Zukunft. Es sind Kinder, denen die Wirrnisse des Lebens die Luft zu nehmen drohten und den Platz und das Brot; und das kleine Kissen des mütterlichen Gute Nacht Kusses ebenso, wie die Neugier auf dasLeben. Viele vor ihnen sind schon hinausgegangen in das Leben der Erwachsenen, haben eigene Familien gegründet und vielleicht mit der untrüglichen Erfahrung, dem Leben einen Nutzen zu spenden. Als die Arbeit 1990 aufgenommen wurde, fehlte es in Raswjet an allem. Die Räumlichkeiten waren viel zu beengt, die Kinder mußten z. T. ihre Hausaufgaben auf der Treppe sitzend anfertigen. Eine Waschmaschine, und ... und ... und, gab es nicht... Die Helfer aus Deutschland hat aber die unglaubliche Kraft beeindruckt, mit der die Eltern für Ihre Adoptiv bzw. Pflegekinder gekämpft haben und das nicht endenwollendende Maß an Liebe, das sie ihnen geschenkt haben. Sie sind die Kinder
vom Don das wird sie ein Leben lang prägen. Sie sind alleingelassen,
mehr oder weniger groß, mehr oder weniger vernachlässigt, mehr
oder weniger krank in das Kinderhaus der Familie Sorokin nach Raswjet
am Don gekommen. Aufgenommen an einem Tag, mit dem ihre neue Zeitrechnung
begann, nunmehr umhegt, wachsen sie zu schönen, klugen und ganz normalen
jungen Menschen heran, die ins Leben hinaustreten können. Mit einem
Satz auf den Lippen: Wir sind die Sorokins, die Kinder vom Don.
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Vitanostra
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